URSPRÜNGE DER NANOTECHNOLOGIE
(Quelle: Wikipedia)
Als Vater der Nanotechnologie gilt Richard
Feynman auf Grund seines im Jahre 1959 gehaltenen
Vortrages „There's
Plenty of Room at the Bottom“ ( Ganz unten ist eine Menge
Platz ), auch wenn der Begriff Nanotechnologie erst 1974 von Norio
Taniguchi erstmals gebraucht wurde:
„Nano-technology mainly consists of the processing of separation, consolidation,
and deformation of materials by one atom or one molecule.“
Nanotechnologie im Sinne dieser Definition ist
die Veränderung von Materialien, sei es Atom für Atom oder Molekül
für Molekül. Das schließt ein, dass die kritischen Eigenschaften
von Materialien oder Geräten im Nanometerbereich liegen können, und
dass diese Materialien und Geräte aus einzelnen Atomen bzw. Molekülen
konstruiert werden. Heute wird Nanotechnologie aber nur noch selten in diesem
engen Sinn benutzt, heute schließt man (wie oben erläutert) auch
die Herstellung von Nanomaterialien auf chemischem Wege in diesen Begriff mit
ein.
Unabhängig von Taniguchi machte 1986 K. Eric Drexler den
Begriff weithin bekannt. Er inspirierte mit seinem Buch Engines
of Creation viele heutzutage bekannte Wissenschaftler, darunter
auch Richard E.
Smalley ( Fulleren ),
dazu, Nanotechnologie zu studieren. Drexlers Definition von Nanotechnologie
ist strenger als die Taniguchis: Sie beschränkt sich auf die Konstruktion
von komplexen Maschinen und Materialien aus einzelnen Atomen. Nach dieser
Definition fällt die heutige Nanotechnologie also nicht unter das, was
Drexler als Nanotechnologie ansieht. Dies veranlasste Drexler im Verlauf
der 90er Jahre dazu, seine Vorstellung von Nanotechnologie zur Abgrenzung
in Molekulare
Nanotechnologie (MNT) umzubenennen, denn vielfach wurde und wird der
Begriff zur Bezeichnung aller Arbeiten verwandt, die sich mit Nanostrukturen
befassen, auch wenn dabei gewöhnliche chemische, pharmazeutische oder physikalische Methoden
verwendet werden.
Tatsächlich stehen derzeit viele Wissenschaftler Drexlers Vision von
Nanotechnologie skeptisch bis offen ablehnend gegenüber. Wenn es auch
nach Ansicht der Verfechter der MNT ihren Gegnern bisher nicht gelungen ist, überzeugende
wissenschaftliche Argumente gegen die Umsetzbarkeit von MNT vorzubringen, halten
viele doch die Machbarkeit für wenig wahrscheinlich, auch wenn Drexler
mit Nanosystems 1991
ein Lehrbuch zu MNT herausgegeben hat, das auf Basis seiner Doktorarbeit am MIT in
wissenschaftlicher Form die zu ihrer Verwirklichung nötigen Schritte beschreibt. Über
die Jahre wurden zwar einige Annahmen Drexlers experimentell bestätigt,
doch es bleiben viele Vorbehalte, die einer Verwirklichung entgegenstehen:
Selbst wenn es gelänge, beispielsweise einen Nanomotor aus Metall herzustellen,
wäre er nicht lange funktionsfähig: schon der Wasserfilm, der aufgrund
der Adsorption von Luftfeuchtigkeit an der Metalloberfläche entsteht,
würde den Motor lahmlegen. Metalle wie Eisen, Stahl oder Aluminium bilden
an Luft einen dünnen Oxidfilm, der bei gewöhnlichen Werkstücken
nicht stört. Die Oxidation von Nanometallen führt aber in der Regel
zur vollständigen Umwandlung in das Oxid. Ein Nanomotor aus Metall würde
also durch Luftsauerstoff quasi verbrannt.
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